Working Paper: Massenerschießungen auf Utøya. Eine prozesssoziologische Erklärung der Gewaltausübung im Fall Breivik

20.08.2018 - Kathrin Wagner

Die vorliegende Studie analysiert den "Fall Breivik" in prozesssoziologischer Perspektive. Dafür greift sie maßgeblich auf die Mikrosoziologie der Gewalt zurück. Sie untersucht die Ereignisse am Tag der Tat sowie die Vorbereitung der Angriffe mit Hilfe einer sequenziellen Ereignisrekonstruktion. Das zentrale Augenmerk liegt auf der Frage, warum die Massenerschießungen auf Utøya über einen ungewöhnlich langen Zeitraum hinweg andauern. Dabei zeigt sich, dass die auf der Hinterbühne entstandenen Kosten, als auch während der Tat genutzte Täuschung durch eine Verkleidung und die Antizipation auf die Zukunft dazu geführt haben, dass Breivik seinen Amoklauf beginnt. Der Fakt, dass er als vermeintlicher Polizist hauptsächlich unbewaffneten Jugendlichen gegenübersteht, führt in den Situationen immer wieder zu seiner direkten Überlegenheit und so zu einer emotionalen Dominanz. Diese und andere situative Bedingungen führen dazu, dass er aus den Situationen erfolgreich hervortritt, wodurch die Gewaltsituation weiter andauert.

Artikel: Wie mit gefährdeten Jugendlichen umgehen?

04.05.2018 - Dr. Michael Kiefer

Prämissen und Praxis einer sekundären Prävention in schulischen Kontexten

Artikel: Islamismus - ein Gegenstand für Schule und Unterricht?

04.05.2018 - Dr. Michael Kiefer

"Eine moderne Demokratiepädagogik, Grundrechtsklarheit, eine dynamische Präsenz der pädagogischen Akteure und ein moderner islamischer Religionsunterricht sind wichtige Bausteine in einer wirksamen schulischen Präventionsstrategie, meint Michael Kiefer.

Artikel: Was hilft gegen islamistische Radikalisierung?

11.06.2018 - Manuela Freiheit, Andreas Uhl, Prof. Dr. Andreas Zick

Vorstellung des BMBF-Verbundprojekts MAPEX im aktuellen forum kriminalprävention, Heft 2, 2018.

Artikel: Radikalisierungsprävention - Alles da, wo es sein muss?

25.04.2018 - Dr. Michael Kiefer

"Die Radikalisierungsprävention hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem bedeutsamen Handlungsfeld entwickelt. Bund, Länder und Kommunen entwickelten mit hohem Tempo und viel Geld Programme und Maßnahmen, die einen Beitrag zur Eindämmung des gewaltbereiten Salafismus leisten sollen. Soweit die gute Nachricht. Angesichts der kaum noch überblickbaren Präventionslandschaft stellen sich aber auch kritische Fragen: Finden die Aktivitäten dort statt, wo konkreter Bedarf besteht? Darüber hinaus werden die Regelakteure in Schule und Jugendhilfe noch nicht ausreichend berücksichtigt."

Pressemitteilung: BMBF fördert Forschung zu Prävention und Deradikalisierung

16.02.2018 - "Islamistischer Extremismus - was hilft?"

"Dieser Frage widmet sich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt des Forschungsverbunds MAPEX "Mapping und Analyse von Präventions- und Distanzierungsprojekten im Umgang mit islamistischer Radikalisierung".